Vitalität, Gesundheit und Lebensfreude setzen eine optimale Versorgung mit  dem sog. „Vitamin D“ (genauer „Vitamin D3“ genannt) voraus – und zwar in jedem Alter. Es steuert den Knochenstoffwechsel, verbessert die Funktion der Muskeln, hält das Immunsystem in Schwung und unterstützt weitere wichtige Körperfunktionen. Doch Vitamin D kann der Körper nur mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut selbst bilden. Ca. 90 % des Vitamin D-Bedarfs werden so gedeckt. Dafür ist jedoch die UVB-Strahlung des Sonnenlichts notwendig, die in ausreichender Intensität in unseren Breitengraden nur in den Sommermonaten zur Verfügung steht. Auch die zunehmende Verwendung von Cremes mit Lichtschutzfaktor erschwert die körpereigene Vitamin D-Produktion.

Doch immerhin können wir 10% unseres Vitamin-D-Bedarfs über die Nahrung aufnehmen. Allerdings sind diese wenigen Lebensmittel nicht gerade jedermanns Geschmack: Nur fettreiche Fische wie Aal, Hering oder Makrele enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin D, während in Eiern, Milch und Butter nur Spuren enthalten sind. Zumal für Vegetarier und Veganer verschließt sich dieser Weg der Vitamin D-Aufnahme vollends.

Bin ich gut mit Vitamin D versorgt?

Diese Frage lässt sich nur mit einem Bluttest beantworten. Tatsächlich misst das Labor bei dem Test aber nicht die aktive Vitamin D-Form, sondern die Konzentration von 25(OH)D (25-Hydroxyvitamin D) im Blut. Bei diesem Wert handelt es sich um eine Vorstufe von Vitamin D, in welcher es im Blut transportiert wird. Diese wird bei Bedarf in die aktive Form umgewandelt.

Das Ergebnis wird entweder in Nanomol (nmol) oder Nanogramm (ng) angeben. Der Messwert zeigt Dir die momentane Gesamtversorgung mit Vitamin D über die Ernährung und die körpereigene Vitamin D-Produktion über die Haut an.

Vitamin D-Aufnahme: So wichtig wie das tägliche Zähneputzen

Vitamin D steht dem Körper in zwei unterschiedlichen Formen zur Verfügung und wird im Stoffwechsel über verschiedene Wege verarbeitet. Einen Teil wandelt der Körper zu sogenanntem Calcidiol um. Dieses ist verantwortlich für die Knochenmineralisation und das Gleichgewicht der Mineralstoffe Calcium und Phosphat.

Der Großteil verbleibt als Colecalciferol im Blut und steht den Körperzellen für vielfältige andere Wirkungen zur Verfügung wie etwa der Aktivierung der Immunabwehr. In dieser Form hat Vitamin D – je nachdem ob oral zugeführt oder über die Haut gebildet – eine Halbwertszeit von 12 bis 24 Stunden. Das bedeutet, dass nach Ablauf dieser Zeit nur noch die Hälfte des ursprünglich aufgenommenen Vitamin D im Blut zur Verfügung steht. Für die Wirkungen des Colecalciferols ist daher eine tägliche Einnahme erforderlich*.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für die tägliche Vitamin D-Aufnahme Höchstmengen festgelegt, die als unbedenklich gelten: Für Jugendliche ab 11 Jahren und Erwachsene sind dies 4000 IE Vitamin D pro Tag, für Kinder von 1 bis 10 Jahren sind es 2000 IE Vitamin D pro Tag. Diese Höchstmengen beziehen sich auf die gesamte Vitamin D-Zufuhr aus Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln.

* Bruce W. Hollis and Carol L. Wagner: The Role of the Parent Compound Vitamin D with Respect to Metabolism and Function: Why Clinical Dose Intervals Can Affect Clinical Outcomes. J Clin Endocrinol Metab. 2013 Dec; 98(12): 4619–4628. doi: 10.1210/jc.2013-2653

 

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