Ein Segen für Magen, Darm und Nerven

Hericium erinaceus, auch Igelstachelbart, Pom Pom oder Affenkopfpilz (chin.: Hou Tou Gu
japan.: Yambabushitake) genannt, besitzt einen weiß-beige-farbenen Fruchtkörper, der bis zu des 30 cm groß werden kann. Seine faserig aufgerissene Oberseite verleiht ihm sein majestätisches Aussehen, das an eine Löwenmähne erinnert. An der Unterseite des Igel-Stachelbartes finden sich dicht stehende, weiche Stacheln, die 2 bis 5 cm lang werden können. Bevorzugt findet man diesen seltenen Vitalpilz in Wäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit, wo er an älteren Laubbäumen wie Buchen und Eichen lebt. Dort besiedelt er vor allem Wunden, ist aber auch an alten, liegenden Baumstämmen zu entdecken. Auch wenn Hericium in vielen Regionen der nördlichen Erdhalbkugel vorkommt, ist er doch selten. In Asien ist Hericium seit einigen tausend Jahren bekannt und wurde früher Kaisern statt eines Tributes aus Gold dargeboten. Wegen seiner feinen Aromen ist er als Delikatesse beliebt. Kultiviert wird er seit Mitte des 20. Jahrhunderts.

Hericium erinaceus wird aufgrund seiner Biovitalstoffe in China als Delikatesse sehr geschätzt. Er ist ein exzellenter Speisepilz, der auch in unseren Breiten wunderschöne Fruchtkörper hervorbringt. Der Hericium Pilz hat einen überragenden Wohlgeschmack und verfügt über viele Biovitalstoffe. Für seinen zitrus- bzw. kokosähnlichen Geruch sind rund 30 verschiedene Substanzen verantwortlich! Unter seinen Inhaltsstoffen finden sich Phenole wie Hericenone und Hericene (Erinacine). Wie alle Vitalpilze gilt Hericium als eiweißreich. In ihm finden sind alle essentiellen Aminosäuren.

Gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) stärkt Hericium vor allem Niere, Leber, Milz, Herz und Magen. Insbesondere unterstützt er die Verdauung und den gesamten Magen-Darm-Trakt. Hericium trägt wesentlich zum Wiederaufbau geschädigter Magen-, Darm- und Speiseröhrenschleimhäute bei, behebt Störungen der Darmflora und hilft bei Übersäuerung oder Sodbrennen. Durch seinen hohen Gehalt an Erinacinen, begünstigt Hericium die Regneration und das Wachstum von Nervenzellen und Nervenfasern. Da der Darm mit über 100 Millionen Nervenzellen unser zweites Gehirn darstellt, wird verständlich, warum Hericium so positive Auswirkungen auf den Magen-Darm Trakt besitzt.

Anwendungsbereiche

  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn
  • Magen-Darm-Helfer (Blähungen, Verstopfung, nervöser Magen, Reizdarm, Übersäuerung, Reflux, Sodbrennen, Gastritis, Magengeschwüre, Helicobacter pylori)
  • entzündungshemmend
  • bei Haut- und Schleimhautproblemen, Neurodermitis, Psoriasis, Akne,Hämorrhoiden
  • bei Nervenleiden (Stress, Unruhe, Schlaflosigkeit, Depression, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose)
  • antikanzerogene und antimetastatische Eigenschaften
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Die Gesundheitslounge
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