Ein Additivum in der Krebstherapie

Coriolus, auch Schmetterlingstramete, Schmetterlingssporling oder Truthahnschwanz genannt, (weitere Namen Coriolus versicolor, Turkey Tail, Bracket Fungus, chin.: Yun Zhi, japan.: Kawaratake) ist auf der ganzen Welt zu finden. Er erfüllt eine wichtige Funktion für die Wälder, da er tote Bäume befällt und das Holz allmählich auflöst. Die im Coriolus enthaltenen Immunstimulanzien sind sowohl bei der Abwehr von Infektionen als auch zum Schutz vor Tumorerkrankungen sehr wertvoll. In Korea beispielsweise ergänzt der Coriolus bei 70 Prozent aller Krebspatienten die schulmedizinische Behandlung. Der Coriolus hat eine Tumor hemmende und Immunsystem regulierende Wirkung. Das in ihm enthaltene Kohlenhydrat PSK (Krestin) unterstützt die Krebsabwehr des Körpers bei Lungenadenokarzinom und verschiedenen hormonabhängigen Krebsarten in der Leber, im Magen, der Brust, in Hals und Nase sowie bei Leukämie und Gehirntumoren. Die Nebenwirkungen einer Chemo- oder Strahlentherapie können durch den Pilz gemindert werden. Am besten sollte der Coriolus schon vor der Strahlentherapie prophylaktisch eingenommen werden. Es gibt Studien die belegen, dass Strahlenschäden hierdurch verringert werden.

Auch eine antibakterielle und antifungale Wirkung des Coriolus wurde bei verschiedenen Erregern beobachtet (E.coli, Streptokokken oder Candida). Aphten und Entzündungen an den Mundschleimhäuten können mit Hilfe des Coriolus behandelt werden. Auch bei großer Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, wie sie sich nach langwierigen und sich wiederholenden Infekten einstellen, ist der Coriolus sehr hilfreich. Der Coriolus verfügt über sehr starke antivirale Kräfte (bei Gürtelrose, grippalen Infekten und Zytomegalie) und aktiviert die zelluläre Abwehr und die Produktion von Antikörpern. Gerade auch bei HIV- und Hepatitis-Erkrankungen wurde eine enorme Verbesserung der Lebensqualität festgestellt. Außerdem ist er wirksam bei Herpes zoster und wirkt positiv unterstützend bei einer Hormonblockaden-Behandlung.

Obwohl das Gesamtspektrum der Inhaltsstoffe und ihre genauen synergistischen Wirkungen noch unklar sind, sind zwei aktive Coriolus- Substanzen bereits identifiziert und in in-vitro und in-vivo Studien gut dokumentiert: Zwei Proteingebundene Polysaccharide – PSK und PSP – unterscheiden sich durch die enthaltenen Monosaccharide und gelten als „biological response modifier“ (BRM). PSK und PSP sind die biologischen Leitsubstanzen im Coriolus, die über verschiedene Mechanismen in die immunologischen Parameter vor allem bei Tumorerkrankungen eingreifen können. PSK wurde zuerst entdeckt und seine Effekte sind in verschiedenen klinischen Studien beschrieben. Vor allem die Effekte von Coriolus bei der begleitenden Krebstherapie werden der Wirkung von PSK zugeschrieben. PSK erhöht die Fähigkeit des Körpers zur Eigenkontrolle von Tumorwachstum, verbessert die Aktivität von Leukozyten und natürlichen Killerzellen und beeinflusst die Bildung von Schlüssel- Zytokinen. Zudem scheinen sowohl PSK als auch PSP eine wichtige anti-metastatische Rolle zu spielen und die Nebenwirkungen von Radio- und Chemotherapie abzuschwächen.

Anwendungsbereiche

  • Aktivierung der Immunzellen
  • Steigerung der Makrophagenzahl
  • Aktivierung der Apoptose (Zelltod von Krebszellen)
  • Unterbindung der Proliferation (Neubildung von Krebszellen)
  • Modulierung der Zytokinproduktion
  • Abschwächung der Nebenwirkungen bei Strahlen- oder Chemotherapien
  • Verbesserung der Wirksamkeit von Krebsmedikamenten
  • Verbesserung des GSSG/GSH-Status in den Leberzellen
  • Entzündungen aller Art
  • Darmentzündungen
  • Candida-Befall/Mykosen
  • Borreliose, Herpes
  • Hormonsystemregulierung
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Die Gesundheitslounge
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