Wissenschaftler entdecken die Intelligenz des Unbewussten neu!

Wie oft stehen wir an einem Wendepunkt unseres Lebens und überlegen, welche Richtung wir einschlagen sollen und welcher der richtige Weg ist. Oft überlegen wir hin und her, grübeln, wägen ab, versuchen, „logisch“ einen „Weg des Machbaren“ zu finden, um schließlich in einem Status Quo zu verharren und gar nichts zu tun. Wieso fällt uns das Entscheiden oft so schwer? Warum folgen wir nicht einfach unserer inneren Stimme – unserer Intuition?

Tja, weil Ent-Scheidung auch bedeutet, sich von alten Wegen zu trennen oder neue Wege zu beschreiten, die ich bisher nicht kenne und die mir deshalb aus vielerlei Gründen Angst machen. Denn in unserer Sicherheitsgesellschaft, die bei aller vermeintlichen Freiheit des Individuums doch auf Konformität („So etwas tut man nicht.“) und Risikominimierung („Man muss gegen alles versichert sein.“) setzt, ist ein „Springen ohne Fallschirm“ nahezu ein Affront.

Wir leben heute in einer Welt unzähliger Möglichkeiten. Ständig werden wir vor Fragen gestellt, über die wir uns früher keine Gedanken machen mussten. Viele kreative oder sensible Menschen jedoch vertrauen ihrem Bauchgefühl: Einer inneren Stimme, die einem hilft, bei Entscheidungen dem Gefühl zu vertrauen – die Ratio mal schweigen zu lassen.

Viele Forscher geben zu, dass die Intuition sie selbst auf den richtigen Weg geführt hat. Und mutige Visionen sind es, die manche Menschen über sich selbst hinauswachsen lassen. Der Psychologe und Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin, Gerd Gigerenzer, beschäftigt sich seit Jahren mit intuitiv erworbenem Wissen. Er ist der Meinung, dass die Intuition oft klüger ist als unser Verstand. In vielen Entscheidungssituationen leiden wir nicht an einem Mangel, sondern an einem Überfluss an Informationen. Dabei können wir nur eine begrenzte Anzahl von Informationen verarbeiten. Ein Experte zeichnet sich durch eine gute Intuition aus, die ihm sagt, welche Informationen er benötigt und welche er einfach ignorieren darf. Soweit die Wissenschaft.

Probiere bei der nächsten Entscheidung doch einfach mal, auf Dein Bauchgefühl zu hören, denn wie arm wäre unsere Welt ohne Intuition.

Schon gewusst?

Viele Weise haben der Intuition vertraut. Während ihrer Hochkultur hatten die Griechen sogar einen Gott der Intuition. „Kairos“ wurde vor allem von Philosophen und Wissenschaftlern wie Pythagoras, Archimedes und Thales verehrt. Dieser Sohn des Zeus ist für die besonderen, richtigen Momente verantwortlich – Entscheidungen, die die Welt verändern. Eine magische Eingebung einer Idee, die ganz plötzlich aus dem Nichts zu kommen scheint.

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