Neue Wege in der Diagnostik und Therapie der chronischen Borreliose.

Von Dr. med. Hartmut Baltin und Katja C. Schmidt, Chefredaktion Gesundheitslounge

Sie kennen doch Captain Jack Sparrow? Das ist dieser wundersame Kapitän aus den Hollywood-Blockbustern, der die Meere queren muss, um den Jungbrunnen zu finden. Den findet er natürlich nicht bzw. nicht in der gewünschten Weise. Was das mit dem Krankheitsbild der Borreliose zu tun hat? Ganz einfach: Auch wir Mediziner fuhren und fahren oft in unbekannten und undurchsichtigen Gewässern, um chronischen Borreliosen in all ihren Erscheinungs- und Mischformen auf die Spur zu kommen. Hat sich der Blick ins Trübe jedoch erst einmal gelichtet, kann den Patienten mit einer jeweils individuell angelegten Kombinationstherapie abseits eingefahrener „Leitliniengewässer“ sehr gut und dauerhaft geholfen werden.

Chronische Borreliose: Versteckt auch im Labyrinth der Leitlinien

Es ist für den Fachmann und zumal für den Laien nur schwer nachvollziehbar, warum so kontrovers über die Borreliose diskutiert wird. Trotz hohen fachlichen Kenntnisstandes wurden vom Schiff einer praxisfernen Bürokratie aus auch im Falle der Borreliose-Erkrankungen sog. „Leitlinien“ zur Diagnostik und Behandlung geschaffen, dessen Kanonenkugeln sonst wo landen, aber meist nicht ins anvisierte Ziel treffen. Stattdessen versucht man die Exekutive dieses Systems, also uns Ärzte, ohne gesetzliche Grundlage zur Linientreue vorgegebener, nebenwirkungsintensiver Behandlungen zu zwingen – mit dem Unterschied, dass man dies heute vornehm als „leitliniengemäß“ tituliert.

Die Leidtragenden sind die Patienten. Oft haben Patienten mit chronischer Borreliose eine wahre Odyssee an unerfüllter Suche nach Hilfe hinter sich, irren im Labyrinth falscher oder zu oberflächlicher Diagnosen und Behandlungen umher und werden nicht selten – und das ist einfach nicht tragbar – schlicht als Hypochonder, klinisch Depressive oder noch vernichtender eingestuft. Dabei leiden chronisch Borreliose-Erkrankte an ebenso vielfältigen und wie schmerzhaften Auswirkungen der Infektion, die es ihnen oft unmöglich macht, ihrem beruflichen und sozialen Leben nachgehen zu können. Körperlich beeinträchtigt oder gar schwerstkrank, mit überfordertem persönlichen und beruflichem Umfeld konfrontiert und ohne konstruktive medizinische Unterstützung wird eine Borreliose-Erkrankung für den Patienten nicht selten zu einem lebensverändernden Alptraum.

Unabdingbar: Eine ganzheitliche und umfassende Diagnose.

Bei einer Borreliose handelt es sich häufig um Mischinfektionen, bei denen Ehrlichien, Cytomegalien, Bornaviren, EBV, Babesien und weitere Erreger vorkommen können. Um dieser vielschichtigen Krankheit also auf die Spur zu kommen, ist es neben der gründlichen Betrachtung der Vorgeschichte des Patienten zunächst notwendig, eine mikroskopische Dunkelfelduntersuchung durchzuführen. Sie stellt eine klassische Untersuchung bei parasitären Erkrankungen dar und kann Hinweise auf weitere Belastungen geben, die mit konventionellen Verfahren nicht erfassbar sind. Umfassende Labormessungen sind ebenfalls unabdingbar. Labormessungen werden meines Erachtens nach leider viel zu wenig gemacht, da sie zu aufwändig erscheinen. Doch just diese Messungen am frischen Blut, Speichel und/oder Urin geben profunde Informationen darüber, in welcher Art und Weise sich eine Borreliose manifestiert. Mit der sog. Terrainmessung nach Vincent erhält man einen Einblick in das Gewebe, was sonst nicht direkt messbar ist. Bei dieser intensiven Suche stellt sich oft heraus, dass auch andere Infektionen den Betroffenen belasten. Salopp formuliert, sagt man dann, „der (Patient) hat Läuse und Flöhe“. Damit sind verschiedene Infektionen gemeint, bei der jede für sich allein schon erhebliche Beschwerden hervorrufen kann.

Darüber hinaus müssen genaue Untersuchungen der Zähne, der Nasennebenhöhlen, des Bauchraums, Untersuchungen bzgl. Nahrungsunverträglichkeiten, immunologische Untersuchungen, des Bewegungsapparates inkl. der Wirbelsäule, des Säure-Basen-Haushaltes, Mineralstoffanalysen und, je nach Situation, auch ausführliche Untersuchungen der Vitamine und Aminosäuren sowie befundrelevante Hormonbestimmungen erfolgen. Routinemäßig messen wir auch die Sauerstoffsättigung im Organismus und analysieren den vegetativen Zustand mit Hilfe der Biotonometrie (Verfahren zur Erfassung der aktuellen vegetativen Reaktionen). Schließlich arbeiten wir mit erweiterten Untersuchungsverfahren wie etwa der Elektroakupunktur nach Voll, Kinesiologie, Irismikroskopie, Bioresonanz oder Infrarotthermografie.

Hat man den Feind schließlich aufgespürt und klar im Blick, kann eine gezielte Kombination verschiedener erprobter Therapieverfahren den Patienten von seiner Geißel befreien.

Die Therapie: Kausal behandeln mit effizienten Methoden.

Gang und gäbe ist in der konventionellen Borreliose-Therapie die langfristige orale Gabe hochdosierter Antibiotika. Die mittel- und langfristigen Nebenwirkungen dieses Verfahrens sind hinlänglich bekannt und werden doch von vielen Kollegen widerspruchslos in Kauf genommen. Auch wir setzen Antibiotika ein, jedoch nicht oral, sondern in weit geringerer Dosierung intravenös mithilfe der Insulin Potenzierten Therapie (IPT), genauer bezeichnet als „Insulin Potentation Therapy Low Dose“ (IPTLD). Während viele Bakterien und Parasiten mit den heute bekannten Standard-Therapieverfahren gar nicht zu erreichen und damit auch nicht zu eliminieren sind, ebnet die IPT den direkten Weg zum Feind – in das Innere der Körperzellen hinein.

Die zentrale Rolle in der IPT spielt das Insulin. Insulin ist ein lebenswichtiges Proteohormon, das als einziges Hormon den Blutzuckerspiegel senken kann. Hier setzt die IPT an: Dem nüchternen Patienten wird eine genau berechnete Menge an Insulin gespritzt. So wird dem Organismus avisiert, dass in Kürze zellnotwendige Nährstoffe bereitstehen werden und die Zellmembranen öffnen sich zur „Nahrungsaufnahme“. Da Insulin also der generelle Türöffner der Zellen ist, bedeutet dies, dass mithilfe dieses Hormons nicht nur Nährstoffe, sondern auch ganz gezielt und wohldosiert andere Substanzen wie z. B. Medikamente in die Zellen eingebracht werden können. Damit dringt das „Trojanische Pferd“ in Form von niedrig dosierten Antibiotika direkt in das Innere der Zellen ein und bekämpft versteckte Bakterien mit höchster Präzision und Schlagkraft.

Der Vorteil dabei: Dank des Türöffners Insulin können wir mit gering dosierten Mengen an Medikamenten agieren und die Neben- und Nachwirkungen eines sonst generellen „Streuangriffs ohne genaue Zielkoordinaten“ vermeiden. Der Patient verträgt die medikamentösen Gaben weitaus besser als bei herkömmlichen Therapieansätzen und der Nutzen der Medikamente wird um ein Vielfaches erhöht.

Ebenfalls auf der Ebene der Zellmembranen setzt die Nicht-invasive Induktions-Therapie (N.I.I.T.) an. Das N.I.I.T.-System REHATRON alpha erzeugt ein gepulstes Magnetfeld höchster Intensität und verfügt über eine besondere Impulsgebung. Die äußerst starken Energieimpulspakete sind von kürzester Dauer und bis in den Nanosekundenbereich hinein moduliert, damit sie in die intrazellulären Strukturen eindringen können. Mit dieser ultraschnellen Impulsgebung können degenerierte Zellen, schädliche Mikroorganismen, degenerative Zustände, Unregelmäßigkeiten, Infektionen und Entzündungen aufgelöst und beseitigt werden. Die N.I.I.T. aktiviert das Immunsystem und ist somit ein Stimulus für eine ganzheitliche Regeneration.

Seit kurzem arbeiten wir auch sehr erfolgreich mit der „intravasalen Laserblutbestrahlung“. Verschiedene Laser bestrahlen das zirkulierende Blut – und somit alle Blutzellen – direkt mit energiereichem Licht. Dies verbessert die Energieversorgung der Mitochondrien in den Zellen, erhöht die Sauerstoffbindungskapazität, stimuliert das Immunsystem und pathologische Erreger können abgetötet werden.

Schließlich geben wir pflanzliche, mineralische oder homöopathische Mittel und arbeiten mit Ozon- und intravenösen Sauerstoffbehandlungen. Die Colon-Hydro-Therapie und individuelle Ernährungsberatung runden unser Konzept ab.

Unser Diagnose- und Behandlungskonzept stellt ein eigenständiges System innerhalb unserer Praxisklinik dar und firmiert unter A.B.C. – Aschauer Borreliose Center in Aschau im Chiemgau, Bayern. Weitere Informationen dazu findest Du unter www.dr-baltin.de und www.abc-baltin.de.

 

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