Am 8. Tag des 21 Tage Filmprojekts dreht sich alles um die beiden Holzverleger Stefan und Nick und die Verlegung des schönen Naturholzbodens. Und einen Geburtstag gibt es auf der Baustelle auch noch zu feiern!

Hochwertige Holzböden sollten auch immer von geschulten und erfahrenen Fachkräften verlegt werden. Der beste Boden wird für Probleme sorgen, wenn nicht korrekt gearbeitet wurde oder der Untergrund mangelhaft ist. Leider zeigen sich derartige Missstände erst nach Jahren. Die Ursache ist dann oft nur noch schwer festzustellen bzw. nur mit hohem Aufwand zu korrigieren.

Der Untergrund ist vor den Verlegearbeiten zu kontrollieren und auf Ebenheit zu prüfen. Je nach Beschaffenheit können Mulden ausgeglichen oder Hügel abgeschliffen werden.

Auch der Zeitpunkt der Verlegearbeiten ist genau zu überlegen. Das Holz sollte rund 48h vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn in den Räumen gelagert werden, um sich zu akklimatisieren. Besonders Naturholzböden zeichnen sich durch eine offenporige Oberfläche aus, die dadurch auch atmungsaktiv ist. Das Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen, sei es durch das Raumklima oder dem Bodenwischen, kann es aber gleichzeitig wieder ungehindert abgeben und dadurch die Raumluft verbessern.

Ob es sich um eine offenporige Oberfläche handelt, lässt sich ganz einfach feststellen. Greife das Holz an! Spürst Du Holz und nicht eine kühle, plastik-ähnliche Schicht, handelt es sich vermutlich um eine an der Luft getrocknete, geölte Oberfläche. Hier zieht das Öl in die Diele ein und bleibt nicht an der Oberfläche kleben – so kommt der Schutz von Innen – der Mensch ist aber in direktem Kontakt mit dem Holz. Der zweite Test ist der Geruchstest: Rieche einfach an der Diele. Sollte es sich um einen Naturholzboden handeln, riechst Du auch Holz. Wurde der Boden lackiert oder versiegelt, riechst Du Nichts oder ein wenig Chemie.

Achtet man auf eine möglichst emissionsarme Installation, sollte man an eine schwimmende Verlegung denken. Dazu sollten die Dielen eine möglichst hohe Eigenstabilität haben. Diese wird am besten durch einen symmetrischen 3-Schicht-Aufbau des Bodens erreicht. Bei der schwimmenden Verlegung wird das Parkett über Nut und Feder verleimt und anschließend mit einer Kork-Unterlagsmatte auf dem Boden verlegt. Dadurch erspart man sich den Parkettkleber.

Ständiges Pflegen ist aufwendig und nervenaufreibend! Auch deshalb gilt es, sich vorab zu informieren, wie sich der Boden über die Jahre verhält und wie Reparaturen auf Sicht möglich sind. Bei offenporigen Naturholzböden wird üblicherweise nur einmal nach der Verlegung leicht nachgeölt, primär um eine perfekte Oberfläche an den Kunden übergeben zu können, nachdem alle anderen Handwerker die Baustelle verlassen haben.

Mit Holzbodenseife und warmen Wasser lassen sich Naturholzböden gleichsam Pflegen als auch Reinigen, also zwei Arbeitsschritte in einem. Das warme Wasser öffnet die Poren des Holzes und lässt die Seife tief eindringen. Durch den hohen Fettgehalt der Seife bleiben Schmutzpartikel an ihr haften und werden regelrecht aus dem Holz ausgewaschen. Die übrige Seife härtet nach abkühlen des Wassers aus und bildet innerhalb des Holzes eine Schutzschicht gegen tief eindringende Flüssigkeiten wie z.B. Rotwein, Öl oder was sonst noch auf einen Boden so zukommt. Beim nächsten Wischvorgang beginnt der Prozess erneut und die gehärtete Seife wird durch das warme Wasser wieder flüssig und gibt die Verschmutzungen an das Wischwasser ab.

Kleine Gebrauchsspuren verschwinden durch die Nasspflege von alleine, da sich das Holz selbst regeneriert bzw. eingeknickte Holzfasern wieder aufstellen. Gröbere Schäden lassen sich lokal reparieren, ohne der Notwendigkeit die gesamte Bodenfläche neu aufzuarbeiten. Praktisch und realitätsnah!

Das 21 Tage Filmprojekt wird von unseren Partnern Sentinel Haus Institut, Ökohaus-Pionier Baufritz, Greenstyle-Magazin FOGS, Mindstyle-Magazin bewusster leben, BIO-Magazin, Online-Magazin Idee für mich und dem Aufklärungsportal für Komplementärmedizin Naturheilmagazin unterstützt.

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